Die innere Uhr lässt sich nicht ohne Gewöhnungsphase an den neuen Rhythmus anpassen. Ein Überschuss an Melatonin kann zu Depressionen führen, ein Mangel sorgt für Schlafstörungen. Letztere können ihrerseits wiederum depressiv machen.
Zeitverschiebungen von bis zu zwei Stunden kann unser Körper verkraften, ohne dass unangenehme Nebenwirkungen auftreten. Darüber hinaus spielen aber auch individuelle Unterschiede eine Rolle. Auch die Flugrichtung ist ein Faktor. Manche Zeitgenossen trifft es besonders hart.
Da verbringt man zwei Wochen herrlichen Urlaub in der Karibik und kaum ist man zurück in der Heimat, da wird man von einer Übelkeit befallen, die sich über eine ganze Woche hinziehen kann. Symptome in Abhängigkeit der Flugrichtung. Außerdem verfallen die meisten im Flugzeug nicht in den gewohnten Tiefschlaf.

Es treten vor allem Müdigkeit, Schwindel und Schlaflosigkeit auf, da der tägliche Rhythmus gestört wird. Das schnelle Reisen mit dem Flugzeug überwindet möglicherweise viele Zeitzonen, doch der eigene Biorhythmus kommt da nicht mit. Er braucht einige Zeit, um sich darauf einzustellen. Einige Vorkehrungen kann man aber treffen: Das von Vielfliegern gern genutzte künstliche Hormon Melatonin (für schnelleres Einschlafen) wird von Fachleuten kritisch betrachtet, weil keine sicheren Erkenntnisse über Langzeit- und Nebenwirkungen vorliegen.